Inhaltsverzeichnis

Memorandum

Seit dem 15.2.2010 liegt dieses Papier im Studio Basel auf. Wer es unterstützen möchte, kann das durch Unterschrift am Schwarzen Brett dokumentieren (UPDATE 5.3.: Inzwischen haben das knapp 90 Personen getan (Foto des Schwarzen Bretts). Das Memorandum liegt jetzt auf dem Tisch der Mitglieder des Regionalvorstandes der SRG.D.). Das ist dessen Inhalt in der WikiVersion:

Präambel

Konvergenz? Ja! Aber richtig! Die Fusion von SF und DRS lässt keinen Stein auf dem anderen. Der Prozess verändert die innere Mechanik beider Partner tiefgreifend. Unter dem Label „Konvergenz“ wird neu definiert, wer wie wo mit wem woran wofür arbeitet. Die Analysen für die Bereiche „Kultur“ und „Wissen“ bei SF und DRS liegen jetzt auf dem Tisch. Nun ist der Moment der Wahrheit für den Studiostandort Basel. Ob langsame Erosion bis zur Schliessung, Status Quo, leichte Verschiebung oder echte Stärkung: Alles ist möglich. Angesichts dieser Ausgangslage und im Wissen um das hohe Tempo, mit dem laufend folgenschwere und weitreichende Vorentscheide fallen, die uns alle betreffen, formuliert die SSM Gruppe Basel das folgende

Memorandum für den Mediacampus Basel

1. Die Bereiche Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft der entstehenden trimedialen SRG.D sind elementare Teile des Service Public. Sie stehen gleichwertig neben der Information. Sie sind inhaltlich eng verzahnt. In ihren Feldern laufen zentrale Debatten und Entwicklungen für die Zukunft unseres Landes ab. Die adäquate konvergente Behandlung auf allen Vektoren ist nur möglich durch intensive Kommunikation und steten Austausch unter den entsprechenden Redaktionen. Daraus folgt, dass in einer trimedialen SRG.D ein enges Zusammengehen jener Redaktionen von SF und DRS, die Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft verhandeln, oberste Priorität haben muss.

2. Die SRG SSR Idée suisse hat sich verpflichtet, Basel als Standort zu erhalten. Das Studio auf dem Bruderholz in der bestehenden Form aufzugeben, ist als mittelfristiges Ziel beschlossen. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten läuft. Konvergenz und Studioarchitektur sind aber eng miteinander verflochten: Wer erst den Grad der Konvergenz definiert, sucht danach das passende Raumprogramm; wer erst das Raumprogramm definiert, kann den Konvergenzgrad entsprechend anpassen.

Aus diesen beiden Vorbedingungen leiten wir die Forderung ab:

Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft gehören zusammen in ein trimediales Kompetenzzentrum, einen Mediacampus in Basel!

Jetzt ist der Zeitpunkt für das klare Bekenntnis zum Hauptstudio Basel. Jetzt ist der Moment, mit dem Entscheid für einen trimedialen Mediacampus, den SRG.D-Standort Basel langfristig zu stärken. Trimedial heisst auch: Basel braucht Infrastruktur, die hochwertige Radio-, Fernseh- und Online-Produktionen erlaubt, um so Konvergenz tatsächlich wirksam werden zu lassen.

Zusammengerechnet produzieren „Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft“ bei SF und DRS mit ihren gegen 200 Vollzeitstellen und einem Budget von gut 20 Millionen Franken, schon heute über 10'000 Programmstunden für Radio und Fernsehen, sowie vielfältige Online-Inhalte. Diese sollen künftig in einem gemeinsamen Haus erdacht, produziert, gesendet und ins Netz gestellt werden. Das schliesst nicht aus, dass für technisch aufwändige Produktionen Ressourcen des Fernsehstudios Zürich beigezogen würden, im Sinne eines zweiten Standbeines.

Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft sind das Kerngeschäft von DRS2. Im Vergleich dazu führen sie bei SF ein Nischendasein. Die trimediale Fusion der Bereiche an einem Standort in Basel, als Chance genutzt, stärkt ihre Kompetenz und Relevanz insgesamt und vektorübergreifend: Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft konvergent an einem Ort, unter einem Dach angegangen, stärkt deren Formate und Themen auch im Fernsehen und im Netz. Daraus resultiert ein deutlich verbesserter Service Public, der Kernauftrag der SRG.D.

Ein vektorneutraler Mediacampus für Kultur, Gesellschaft und Wissen/schaft in Basel kann mit seinen Produktionen alle Gefässe in allen Formaten an anderen Standorten optimal und kompetent beliefern: der Kurzbeitrag für die Tagesschau, das Dossier für Echo der Zeit, das Webspecial für Online, die Debatte für DRS2, das Magazin für SF, der Sondertag zu einem Thema für alle bespielbaren Vektoren usw.

Im weiteren fordern wir:

und insbesondere