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Aenderungen an der Kreuzung Luzernerring / Burgfelderstrasse...

…für den öV im Rahmen des „Rückbaus“ Luzernerring - Wasgenring

Dies ist ein Ausschnitt aus den Unterlagen zur Abstimmung (genauer: aus der Präsentation des Projektes), der die Kreuzung Burgfelderstrasse / Luzernerring zeigt.

Video Verkehrssimulation

So soll es eines Tages aussehen, wie in dieser Animation, übernommen aus den Abstimmungs-Unterlagen.

Daraus gehen einige Veränderungen für den öV hervor.

Die Folgen

Bus

Der Bus verliert auf dem Luzernerring seine zwar kurze, aber eigene Spur vor der Haltestelle zugunsten von drei gleichberechtigten Autospuren. Mögliche Folge: Der Bus kommt langsamer zur Haltestelle voran, weil er sein Privileg verliert.

Tram

stadteinwärts

Wo der Dreier jetzt auf der Burgfelderstrasse von der Endstation „Burgfelden Grenze“ her stadteinwärt seine eigene Spur hat und…

… darauf an den sich von der Grenze her stauenden Autos vorbeifahren kann, wenn er von der Endstation losfährt, verliert er dieses Privileg laut Plan. Die Traminsel verschwindet. Die Tramschienen werden näher zum Trottoire verlegt, in eine Fahrspur der Autos hinein. Die Autos erhalten 2 Spuren nebeneinander, durchgehend bis zum Rotlicht. Wenn also die Autos stauen (kurzes Video des Morgenstaus), muss der Dreier sich in die Schlange einreihen. Schlimmstenfalls, wenn's staut bis über die Endstation hinaus, kann das Tram nicht rechtzeitig abfahren.

stadtauswärts

Dieselbe Veränderung ist vorgesehen für die Tramhaltestelle auf der anderen Seite (siehe Bild). Auch dort soll die Traminsel verschwinden und sollen die Schienen näher zum Trottoire verlegt werden. Auch da verliert das Tram seine eigene Spur zugunsten von zwei Autospuren. Auch da wird das Tram anstehen müssen im Stau, bis es zur Haltestelle vorfahren kann. Und wenn's dann schliesslich an der Haltestelle steht, blockiert es den nachfolgenden Autoverkehr.

Fazit

An der Kreuzung Luzernerring / Burgfelderstrasse wird künftig der öffentliche Verkehr, verglichen mit dem Privatverkehr, schlechter gestellt als heute.

Die grosse Frage

Warum?

Die Antwort aus dem BVD

eingegangen am 27.11.09

Sehr geehrter Herr Tschudin

Herr Regierungsrat Hans-Peter Wessels hat mir Ihr E-Mail vom 16. November 2009 weitergeleitete mit der Bitte, Ihnen eine Antwort zukommen zu lassen.

Ich habe das Projekt Umgestaltung Luzernerring/Wasgenring als Projektleiter im Bau- und Verkehrsdepartement betreut und gebe Ihnen gerne Auskunft dazu.

Es ist keinesfalls unsere Absicht, den öffentlichen Verkehr mit der geplanten Umgestaltung schlechter zu stellen. Im Gegenteil - bei der Erarbeitung haben wir uns die feste Zielvorgabe gegeben, die Qualität des öffentlichen Verkehrs wenn immer möglich zu verbessern und im Minimum zu erhalten. Entsprechend wurde diesem Kriterium bei der Beurteilung verschiedener Lösungsansätze gebührend Rechnung getragen.

Über die Kreuzung Luzernerring/Burgfelderstrasse fahren in beide Richtungen öffentliche Verkehrsmittel. Aufgrund des beschränkten Platzes ist es nicht möglich, sowohl für den Bus wie für das Tram durchgehend separate Spuren an der Kreuzung anzubieten. Die heutige Haltestelleninsel für das Tram in Richtung Stadt ist zudem zu kurz und zu schmal, um den Anforderungen an Sicherheit und Komfort gerecht zu werden. Diese Anforderungen können hier aus Platzgründen mit einer Haltestelleninsel nicht erfüllt werden. Unter den gegebenen Umständen müssen wir also vor allem mit betrieblichen Massnahmen - d.h. vor allem mit einer optimalen Lichtsignalssteuerung - dafür sorgen, dass der öffentliche Verkehr nicht behindert wird. Die vorgeschlagene Spuranordnung an der Kreuzung kann dies gewährleisten.

In Modelluntersuchungen haben wir festgestellt, dass in der Achse Luzernerring dem Bus eine dreistreifige Knotenzufahrt mehr bringt als eine kurze Busspur, die bei einer Überlastung der Kreuzung gar nicht angefahren werden könnte. Im Weiteren ermöglicht die Anordnung der Bushaltestellen nach der Kreuzung dem Bus, sich rechtzeitig vor der Kreuzung an der Lichtsignalanlage anzumelden eine Grünphase auszulösen, die Kreuzung ungehindert zu überqueren und dann nach der Kreuzung anzuhalten. Bei der Wegfahrt muss der Bus so kein zweites Mal in die Lichtsignalanlage eingreifen.

Auch in der Achse Burgfelderstrasse wurden mit eigenen Linksabbiegespuren und der Kombination des Tramtrassees mit der Geradeaus-/Rechtsabbiegespur die Voraussetzungen für die Lichtsignalsteuerung massgebend verbessert.

Insgesamt wird die Leistungsfähigkeit der Kreuzung Burgfelderstrasse/ Luzernerring mit der Umgestaltung erhöht und der Verkehr so verflüssigt. Davon profitieren insbesondere auch der Bus und das Tram. Der Bus Nr. 36 verliert heute in der Abendspitze auf dem Luzernerring/Wasgenring bis zu drei Minuten. Dank optimiertem Verkehrsablauf und besseren Positionen der Haltestellen wird der 36er Bus nach der Umgestaltung deutlich schneller vorankommen. Dies wurde mittels eines Fahrzeitenvergleichs in einer Modellsimulation überprüft und nachgewiesen.

Falls Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Erklärungen wünschen, können Sie mich gerne telefonisch kontaktieren.

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihr Engagement für einen effizienten öffentlichen Verkehr.

Freundliche Grüsse

(…)

Meine Replik, 1.12.09

Besten Dank für Ihre Ausführungen in Ihrem Mail vom 27.11.09. Ich weiss sehr zu schätzen, dass Sie sich dafür Zeit genommen haben. In der Sache allerdings werden wir uns wohl nicht finden. Die beschreibenden Teile Ihrer Antwort kann ich nachvollziehen. Ihre Bewertungen teile ich nicht. Und Ihre Prognosen, basierend auf Modellrechnungen, bleiben letztlich Behauptungen. Sie werden verstehen, dass Ihre Interessen sich nicht unbedingt decken mit jenen eines direkten Anwohners wie mir.

Ich gehe jeden Morgen mit meinen Söhnen, 7 und 10, über diese Kreuzung wenn ich sie auf ihrem Schulweg ins Isaak-Iselin begleite. Und jeden Morgen brandet an uns eine lärmige, stinkende, gefährliche Blechlawine (kurzes Filmchen zur Illustration) vorbei, pro Fahrtrichtung 2 spurig im Luzernerring und 1 spurig in der Burgfelderstrasse, künftig 3 spurig im Luzernerring und 2 spurig in der Burgfelderstrasse.

Zum Tram: Das Argument, die Traminsel sei zu kurz und zu schmal, stellt irgend jemanden in Ihrem Departement ziemlich in den Regen. Denn wo sonst sollten die aktuellen Masse festgelegt worden sein? Was vor noch nicht allzu langer Zeit offenbar als richtig galt, ist bereits reif für den Bagger? Für Kinderwagen und Rollstühle mag die Traminsel in der Tat etwas schmal sein. Für alle anderen reicht sie, meiner Erfahrung nach, aus. Dass „die vorgeschlagene Spuranordnung“ zusammen mit der „optimalen Lichtsignalsteuerung“ vermeidet, dass das Tram behindert wird, bleibt Ihre Behauptung. Das Ziel, die „Anforderungen an Komfort und Sicherheit“ zu erfüllen, liesse sich als Alternative realisieren, wenn die Tramspur des 3ers von der Endstation her auf ihrer ganzen Länge bis zur Kreuzung näher zum Strassenrand verlegt würde und, wie bis anhin, weiterhin exklusiv dem öV zugeteilt bliebe. Die Spurabfolge ist jetzt: stadteinwärts Auto, Tram, stadtauswärts Auto/Tram. Danach wär sie: stadteinwärts Tram, Auto, stadtauswärts Auto/Tram. In Ihren Plänen verliert das Tram seine eigene Spur. Es wird Ihre „optimale Lichtsignalsteuerung“ garantieren müssen, dass sich die Autoschlange auflöst resp. der Stau sich in die Kreuzung entleeren kann, wenn der 3er von der Endstation losfährt, damit das Tram durchkommt bis zur Haltestelle „Luzernerring“.

Zum Bus: Vielleicht können Sie zaubern, und eine andere Lichtsignalsteuerung bringt dem Bus tatsächlich eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation. Ich nehm mal an, der Bus kann jetzt schon entsprechend intervenieren, wenn er auf die Kreuzung zufährt. Und trotzdem bleibt er manchmal weit hinten stecken. Sie meinen also, das geschehe dereinst nicht mehr? Nun denn…

Fazit: Wenn Sie schreiben, dass „die Leistungsfähigkeit der Kreuzung Burgfelderstrasse / Luzernerring mit der Umgestaltung erhöht und der Verkehr so verflüssigt“ werde, klingt das in meinen Ohren als Drohung. Was Sie „leistungsfähiger“ nennen, heisst konkret: Mehr Autos pro Zeiteinheit mit höherem Tempo. Ergo mehr Lärm, Gestank und Bedrohung für uns als grosse und kleine Anwohner und Anwohnerinnen. Die Vorstellung, täglich in einer noch lauteren, noch stinkenderen Blechlawine zu stehen, widert mich an. Zum Glück werden meine Kinder dannzumal, wenn die Kreuzung Ihren Vorstellungen entsprechend umgebaut ist, einen anderen Schulweg haben und wir werden - hoffentlich - nicht mehr hier, vielleicht auch nicht mehr im Kanton, wohnen.

Anbei zwei Schnappschüsse von heute morgen:

Künftig wird hier doppelspurig gestaut…

Die aktuelle Spurfolge: Auto/Tram, Tram, Auto. Wie wär's mit: Auto/Tram, Auto, Tram?

Verkehrszunahme

Die Eröffnung der Aus- / Auffahrt Luzernerring fand am 3.6.2008 statt. Den Unterlagen zur „Umgestaltung Luzernerring / Wasgenring“ ist zu entnehmen, dass im Abschnitt Luzernerring von 2004 bis Sept. 2008 der Verkehr in der Folge um satte 50% zugenommen hat - und noch weiter zunehmen wird:

Als Anwohner sage ich: Vielen herzlichen Dank für diese Blechlawine!

Baupläne 2012

Freundlicherweise erhalten vom BVD am 17.2.2012.

Haltestelle Luzernerring

Fahrtrichtung stadteinwärts

Zwischen Bungestrasse und Markircherstrasse quert die neue Tramführung die Autofahrbahn. Die Traminsel entfällt. Die Haltestelle wird auf dem Trottoir liegen:

Offenbar behält der 3er von der Endstation bis etwa zur Bungestrasse seine Spurlage. Was geschieht, wenn zu den Stosszeiten beide (es sind neu 2 statt 1 ) Autospuren stadteinwärts vom täglichen Pendler-Stau belegt sind und der 3er angefahren kommt? Wie gelangt das Tram dann zur Haltestelle???

Fahrtrichtung stadtauswärts

Zwischen Largitzen- und Dammerkirchstrasse quert die neue Tramführung die Autofahrbahn. Die Traminsel entfällt und die Haltestelle liegt auf dem Trottoire:

Offenbar behält der 3er bis etwa zur Largitzenstrasse seine Spurlage. Was geschieht, wenn zu den Stosszeiten beide (es sind neu 2 statt 1) Autospuren stadtauswärts vom täglichen Stau belegt sind und der 3er angefahren kommt? Wie gelangt das Tram dann zur Haltestelle???

Fussgängerstreifen

Kannenfeldweglein - Julia-Gauss-Strasse

Es sieht so aus, als ob die Insel in der Strassenmitte leicht verbreitert und verlängert würde und in die Fahrtrichtung Flughafenstrasse nur noch 1 Spur, statt wie bisher 2 Spuren, führen würde. Zudem soll, laut jüngsten Informationen, der Übergang eine Lichtsignalanlage erhalten. Die ist zwar hier nicht eingezeichnet. Aber damit wird die Gefahrenlage natürlich massiv entschärft. Danke, BVD (man kann ja nicht immer nur meckern… :-) ) !

luzernerring-burgfelderstrasse.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/01 15:12 (Externe Bearbeitung)

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